Die Berufsschulstufe

Die Berufsschulstufe ist ein neuer Abschnitt, die allgemeine Schulpflicht ist erfüllt, nun besteht Berufsschulpflicht, Dauer 3 Jahre.

Lehrplan

Der Lehrplan der Berufsschulstufe umfasst 6 Lernbereiche:

  • Persönlichkeit und soziale Beziehungen
  • Mobilität
  • Wohnen
  • Arbeit und Beruf
  • Öffentlichkeit
  • Freizeit

und dazu das Fach Religion.

Inhalte - allgemein

Inhaltlich geht es vor allem darum, was für das Leben als Erwachsener wichtig ist, und um Schlüsselkompetenzen, also um

  • erwachsenengerechtes Verhalten, wie Mitspracherecht / Entscheidungspflicht, Verantwortung für sich selber übernehmen, selber aktiv werden, Rücksicht auf andere nehmen

  • Schlüsselkompetenzen, also allgemeine Kompetenzen, wie Motivation, Merkfähigkeit, Selbständigkeit, Konzentration, Sorgfalt, Ausdauer, Arbeitstempo, Zuverlässigkeit, Sozialverhalten.

Bereich Arbeit und Beruf

Die Vorbereitung auf das Arbeitsleben erfolgt durch Kennenlernen verschiedener Arbeitsmöglichkeiten vor allem durch Praxistag, Pausenverkauf, Lesecafé Donauwelle, Praktika, Projekt Übergang Förderschule-Beruf.

Bereich Wohnen

Der Bereich Wohnen umfasst die Teilbereiche Ernährung, Wäschepflege, hauswirtschaftliche Tätigkeiten, Sicherheit im Haushalt und das Kennenlernen verschiedener Wohnmöglichkeiten als Erwachsener sowie Wohntraining.

Bereich Freizeit

Im Bereich Freizeit werden sportliche Betätigungen in der Turnhalle, im Schwimmbad und im Freien sowie Fertigkeiten wie Tanzen, Singen und künstlerische Betätigungen ausprobiert und geübt. Am Ende des Schuljahres wird eine Freizeitwoche durchgeführt, mit der die Arbeit (Praxistag, Pausenverkauf, Lesecafé) beendet wird.

Zur Berufsschulpflicht

Im Bayerischen Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen heißt es (Art. 41 Abs.10 Satz 4):
Die Berufsschulpflicht für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung ist durch den mindestens zwölfjährigen Besuch des Förderzentrums, einschließlich Berufsschulstufe, erfüllt.
Ferner gilt Folgendes (Art. 41 Abs. 9 Satz 1):
Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die den erfolgreichen Abschluss … ihrer Förderschulform nicht erreicht haben, dürfen über das Ende der Vollzeitschulpflicht hinaus auf Antrag der Erziehungsberechtigten die Schule bis zu zwei weitere Schuljahre, in besonderen Ausnahmefällen nach Entscheidung der Schulaufsichtsbehörde auch ein drittes Jahr besuchen. 2 Art. 38 Satz 2 und Art. 53 Abs. 7 Satz 3 gelten entsprechend.
Außerdem heißt es (Art. 39 Abs. 4 Satz 1, 2.):
Berufsschulpflichtige ohne Ausbildungsverhältnis können allgemein oder im Einzelfall vom Besuch der Berufsschule befreit werden …
nach elf Schulbesuchsjahren, wenn ein Beschäftigungsverhältnis besteht.
Im Rahmen des Projektes Übergang Förderschule-Beruf gelten noch etwas andere Vorschriften.